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Fr., 19. Okt. 2012   Schlösser- und Seentour im Ostallgäu

Die Seen und Schlösser des Ostallgäus hatte ich mir an diesem Freitag für eine Tour ausgewählt. Wie sich später herausstellte, sollte es unsere Goldwing-Saison-Abschlusstour für das Jahr 2012 gewesen sein.

Nachdem Günter und Horst ihre Campingsaison auch schon beendet hatten, war es umso erfreulicher, dass wir gemeinsam noch eine kleine Tagestour fahren konnten.

Wir starteten  am späten Vormittag bei ca. 6°C und dichten Nebel. In den Spinnweben hing noch der Morgentau, was für die "reifere" Gesichtshaut wie eine kostenlose  Frischzellenkur war ...

... die bis Babenhausen anhielt. Ab hier vertrieb die Sonne den Nebel und wir konnten auf unserer "Haus- und Hofstrecke" ins Allgäu den blauen Himmel und die trockene Fahrbahn genießen. Vorbei an Görisried  und den Grundweiher erreichten wir unseren wohlbekannten Rastplatz am Schwaltenweiher. Nicht umsonst wird er auch der "Logenplatz der Alpen" genannt.

Nach den Schneefällen der letzten Tage in den Alpen hatte ich mir ein wunderbares Panoramabild mit weißgezuckerten Berggipfeln vorgestellt. Nix war's! Der Schwaltenweiher (schon für den Winter vorbereitet und das Wasser zum Teil abgelassen) lag dann bei unserer Mittagsrast dafür von Herbstwäldern umrahmt vor uns. Über Seeg und Roßhaupten ging es dann am Langenwalter- und Sameisterweiher bis nach Lechbruck am Lechstausee.

Direkt nach der Brücke bogen wir rechts ab und gelangten auf der schmalen Straße am Premer Lechsee vorbei ...

... bis Halblech. Auf der Füssener Straße erreichten wir den Bannwaldsee.

Immer das Alpenpanorama vor uns ...

... bogen wir in Richtung Hohenschwangau ab.

Ein besonderer Lichtblick ist die Baroque Church of Saint-Coloman an der gleichnamigen Straße kurz vor ....

... dem, leider bis Ende 2012 eingerüsteten, Schloss Neuschwanstein. Es ist das berühmteste Schloss König Ludwigs II. und eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands ... was sage ich ... der Welt!
Unabhängig davon suchten wir uns einen "freien" Parkplatz an der Alpseestube mit Blick auf das Schloss Hohenschwangau. Tages-Parkgebühr für Motorräder wären 2,- € gewesen.
Das Anfang des 19. Jahrhunderts verfallene Schloss Schwanstein wurde von Kronprinz Maximilian von Bayern im neugotischen Stil wieder aufgebaut und hier verlebte König Ludwig II. seine Jugend.
Umrahmt vom Herbstwald liegt zwischen und hinter den beiden Schlössern einer der saubersten Seen Deutschlands: der Alpsee. Der 1,9 km lange See liegt am Fuße des Berges Säuling und ist gerade mal 450m von der österreichischen Grenze entfernt.
Es soll tatsächlich einer der saubersten Seen sein ... der Herbst hinterlässt aber auch hier seine Blätterspuren! Nach einer kurzen "Touristenpause" schlängelten wir uns mit unseren Goldwings durch eine nicht gerade geringe Anzahl asiatischer Besucher vom Parkplatz ...
... und fuhren vorbei am Füssener "Hohen Schloss" zum nahe gelegenen ...
... Lechfall. Hier beginnt auch das "Tal der Sinne"  mit einem sehr schönen Wanderweg (Schwärzer Weg) bis nach Bad Faulenbach. Die andere Richtung führt nach einem kurzen Aufstieg auf dem "Alpenrosenweg" um den Alpsee herum bis zum Schloss Hohenschwangau.
Mangels fehlender Wanderschuhe (Was für ein Pech!) benützten wir die Goldwings (die BMW wird natürlich nicht vergessen) und besuchten "unseren" Forggensee ...
... auf dem schmalen Weg hinunter beim Cafe Maria.

Wir hatten Glück! Im Gegensatz zum Schwaltenweiher war der größte Stausee Deutschlands noch voller Wasser. Ja, ihr habt richtig gelesen ... das flüssige Nass dieses Sees wird Jahr für Jahr abgelassen.
Im Winter ist der See trocken und der Grund sogar begehbar. Wenn man Glück hat, kann man an manchen Stellen noch Grundrisse von Gebäuden erkennen, die damals für den Bau des Forggensees abgerissen wurden. Sogar die Spuren der alten Römerstraße Via Claudia Augusta taucht dann wieder aus den Wassern des Sees auf ... wie gesagt ...wenn man Glück hat!
Noch hat diese Möwe gut lachen und genügend Wasser unter ihren Schwimmfüssen.
Wir hatten gut lachen, da zum Einen ... keine Schwimmfüsse und zum Anderen genügend Land unter unseren "normalen" Füssen bei Füssen am Forggensee!
Nach der Kaffeepause wartete schon der nächste und für mich schönste Teil an der "Riviera des Allgäus" auf uns: der Hopfensee! Wir erinnern uns ... Schlösser und Seentour! Die Herbstbilder des Hopfensees lasse ich mal ohne Kommentar ... sie sprechen für sich!
Promenieren und flanieren auf der sehr schön angelegten Uferpromenade rund um den See mit einem Logenblick auf Schloss Neuschwanstein und die Gipfel der Ammergauer-, Lechtaler-, Tannheimer- und Allgäuer Alpen. Das hat was!
Genug flaniert ... weiter geht es ...
...auf absolut verkehrsfreien Nebenstraßen immer mit der "Schattenwing" an meiner Seite nordwärts Richtung Obergünzburg. Ja, wir haben angehalten ... und ja, es hat geschmeckt ... und ... NEIN, wir haben auf die Dokumentation verzichtet (Insider wissen was ich meine!)
Herbsteindrücke zwischen Babenhausen und Oberroth ließen mich erst an- und dann innehalten.

Was wir bei Tourbeginn noch nicht ahnen konnten, aber fast befürchtet hatten. Es war für uns und "Red Cardinal" die letzte gemeinsame Ausfahrt 2012.

Die Goldwingsaison 2012 hatte noch einen schönen Abschluss gefunden, welche wir beim gemeinsamen Abend mit unseren Mädels noch mal Revue passieren ließen.

... November ... Dezember ... Januar ... Februar ... Es geht wieder los!  Goldwingsaison 2013!

In diesem Sinne: ... und immer schön oben bleiben!

Euer   Hubert "Sunshine"